Projektablauf:
aktuell Planungsphase (Projekt I)
geplant Umsetzungsphase (Projekt II)
Laufzeit:
Dezember 2024 – Februar 2028
Fördervolumen:
1,613 Mio. EUR
Projektkulisse:
ca. 4.000 ha, in 5 Teilräumen im Burgenlandkreis und Saalekreis
Zielbiotope:
Trockenlebensräume wie Felsfluren, Mager- und Trockenrasenflächen aber auch arrondierte Streuobstwiesen, Ackerrandstreifen, Wald- und Feldsäume
Rechts und links der Flüsse finden sich entlang der Steilhänge von Saale und Unstrut und deren Nebentälern in einem Mosaik wertvolle Trockenlebensräume. Hier kann man von grazilen Orchideen bis zu skurrilen Insekten Sonnenanbeter aus Flora und Fauna, die sonst eher im mediterranen Raum anzutreffen sind, beobachten. Diese artenreichen Refugien sind jedoch ohne Pflege und Nutzung bedroht. Hirten und Herden in der Landschaft sind seltener geworden. Ohne sie zeigen sich erste Triebe von Gebüschen und Bäumen. In überraschend kurzer Zeit kommt der Wald zurück. Offene Flächen wachsen zu und Lebensraum für seltene Arten geht verloren.
Der Erhalt und die Pflege der gefährdeten Lebensräume und eine Vernetzung der Biotope kann nur durch angepasste Landnutzung sichergestellt werden. Um großflächig den Pflegebedarf in der Projektkulisse auf dem Gebiet des Geo-Naturparkes zu ermitteln, wird im Rahmen der Projektphase I des Naturschutzgroßprojektes ein Pflege- und Entwicklungsplan erstellt. Mit Hilfe von Biotopkartierungen, Arterfassungen, sozioökonomischer Studie und in enger Zusammenarbeit mit Nutzer:innen, Eigentümer:innen und Akteur:innen-Vor-Ort werden Entwicklungsziele festgelegt und Pflegemaßnahmen wie Beweidung, Entbuschung und Nutzungsextensivierung definiert. Diese sollen in einer zweiten Projektphase umgesetzt werden. So gehen Artenschutz und extensive Weidetierhaltung Hand in Hand und tragen zur Stärkung der einzigartigen Biodiversität in der Region und zum Erhalt unserer charakteristischen Kulturlandschaft an Saale und Unstrut bei.
Das Projekt wird gefördert über das Förderprogramm „chance.natur – Bundesförderung Naturschutz“ mit Mitteln des Bundesumweltministeriums (75 %) und des Landes Sachsen-Anhalt (16 %). Der Eigenanteil (9 %) wird durch die Landkreise Burgenlandkreis und Saalekreis sowie den Geo-Naturpark selbst getragen.
Projektbearbeitung: Nele Gnutzmann und Jens Eckner
Kontakt: naturschutzgrossprojekt[at]naturpark-saale-unstrut.de