Aufgaben und Ziele

Unsere Aufgaben

als Naturpark

Eben­so bunt und viel­fäl­tig wie unser Natur­raum ist unse­re täg­li­che Arbeit. Wir schüt­zen, bil­den, erho­len und ent­wi­ckeln. Die­se vier Säu­len der Natur­park­ar­beit wer­den im „Wart­bur­ger Pro­gramm“ beschrie­ben. Sie ste­hen gleich­wer­tig neben­ein­an­der und gehen zumeist flie­ßend inein­an­der über.

Schützen

Natur- / Arten­schutz und
Land­schafts­pfle­ge

Bilden

Bil­dung für nach­hal­ti­ge
Ent­wick­lung

Erholen

Erho­lung und nach­hal­ti­ger
Tou­ris­mus

Entwickeln

Nach­hal­ti­ge
Regio­nal­ent­wick­lung

Schützen

Natur- / Artenschutz und Landschaftspflege

Der Schutz von Natur und Land­schaft hat für uns Prio­ri­tät. Unser Ziel ist es, die Land­schaft dau­er­haft zu erhal­ten und ihre Schön­heit und Viel­falt zu bewah­ren.

Das kön­nen wir errei­chen durch:

  • Land­schafts­pfle­ge­maß­nah­men (z. B. Baum­pfle­ge, Bewei­dungs­pro­jek­te)
  • Moni­to­ring geschütz­ter Arten (z. B. Kar­tier­ar­bei­ten)
  • Siche­rung wert­vol­ler Lebens­räu­me (z. B. Fle­der­maus­quar­tie­re, Blüh­strei­fen)
  • Besu­cher­len­kung und Infor­ma­ti­on (z. B. Lehr­pfa­de, Gäs­te­füh­run­gen, Info­punk­te)
  • Öffent­lich­keits­ar­beit (z. B. Infor­ma­ti­ons­ma­te­ria­li­en, Inter­net­sei­te, Ver­an­stal­tun­gen)

Artenreich: Flora und Fauna

Dank einer enor­men Viel­falt an Stand­or­ten – von son­ni­gen Fels­flu­ren und Tro­cken­ra­sen bis hin zu schat­ti­gen Wäl­dern und feuch­ten Auen – bie­tet der Natur­park idea­le Bedin­gun­gen für eine extrem rei­che Flo­ra und Fau­na. Die geo­lo­gi­sche und kli­ma­ti­sche Abwechs­lung führt dazu, dass beein­dru­cken­de 75 Pro­zent aller Pflan­zen­ar­ten Sach­sen-Anhalts hier hei­misch sind. Zudem bele­gen rund 200 nach­ge­wie­se­ne Vogel­ar­ten die hohe öko­lo­gi­sche Bedeu­tung die­ses struk­tur­rei­chen Gebiets.

Pflege und Entwicklung von Trockenlebensräume

Das beson­de­re Mikro­kli­ma im Regen­schat­ten des Har­zes – geprägt durch gerin­ge Nie­der­schlä­ge und hohe Son­nen­dau­er – begüns­tigt sel­te­ne, wär­me­lie­ben­de Arten, die sonst eher im Mit­tel­meer­raum hei­misch sind. Durch die his­to­ri­sche Nut­zung als Wei­de­land ent­stan­den wert­vol­le Tro­cken­ra­sen, die Lebens­raum für sel­te­ne Orchi­deen und Insek­ten bie­ten.

Um die­se Arten­viel­falt zu erhal­ten, ist eine akti­ve Pfle­ge not­wen­dig: Ohne die Bewei­dung durch Scha­fe und Zie­gen wür­den die offe­nen Flä­chen ver­bu­schen und bewal­den, wodurch die spe­zia­li­sier­ten Son­nen­an­be­ter ihren Lebens­raum ver­lö­ren.

Bilden

Bildung für nachhaltige Entwicklung

Eine wich­ti­ge Säu­le der Arbeit des Geo-Natur­par­kes ist die Bil­dung für nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung, kurz BNE.

Unser the­ma­ti­scher Schwer­punkt liegt auf dem Schutz der hie­si­gen Arten, der Land­schafts­pfle­ge sowie der Geo­lo­gie und der Ent­ste­hung der Kul­tur­land­schaft. Dabei ist es für uns ein zen­tra­les Anlie­gen, die hei­mi­sche Natur mit ihren Arten zu ent­de­cken und Wert­schät­zung dafür zu ver­mit­teln. 

Um das zu errei­chen, stel­len wir ein inter­ak­ti­ves, erfah­rungs- und bewe­gungs­ori­en­tier­tes Pro­gramm auf. Dabei ver­ste­hen wir den Natur­park als einen Lern­ort und ver­su­chen bei der Umset­zung, die Ver­bin­dung zum All­tag und Leben der Ler­nen­den her­zu­stel­len. 

In der Kon­zep­tua­li­sie­rung ori­en­tie­ren wir uns an den Zie­len und Leit­li­ni­en der BNE. 

Seit der 2015 ver­ab­schie­de­ten „Agen­da 2030“ ist die BNE in den UN-Nach­hal­tig­keits­zie­len ein wich­ti­ger Bestand­teil. Durch ihre Fest­schrei­bung im „Wart­bur­ger Pro­gramm“ ist sie fest in der Arbeit der Natur­par­ke ver­an­kert.

Hier bil­den das Erken­nen und das Ver­ste­hen von glo­ba­len Zusam­men­hän­gen die Grund­la­ge, um zukunfts­fä­hig han­deln zu kön­nen. Durch ver­netz­tes Den­ken wer­den die The­men­fel­der Öko­lo­gie, Öko­no­mie und Sozi­al-Kul­tu­rel­les zusam­men­ge­bracht. Denn nur dadurch kön­nen nach­hal­ti­ge und ver­ant­wor­tungs­vol­le Ent­schei­dun­gen getrof­fen wer­den:

Wie beein­flus­sen mei­ne Ent­schei­dun­gen Men­schen nach­fol­gen­der Gene­ra­tio­nen in mei­ner Kom­mu­ne oder ander­orts? Was hat unser Han­deln mit dem Rest der Welt zu tun?

Neben dem Ver­ständ­nis der Zusam­men­hän­ge und der Abschät­zung der Aus­wir­kun­gen des eige­nen Han­delns geht es vor allem auch dar­um, die Men­schen zur Über­nah­me von Ver­ant­wor­tung und schließ­lich zum Han­deln sowie Mit­ge­stal­ten der eige­nen Lebens­welt zu ermu­ti­gen.

Außerschulische Bildung 

  1. Wir arbei­ten mit ver­schie­de­nen Akteu­ren zusam­men und schaf­fen Netz­wer­ke wie bei­spiels­wei­se mit Schu­len und Kitas, mit der Unte­ren Natur­schutz­be­hör­de (UNB) oder dem Arbeits­kreis Hei­mi­sche Orchi­deen (AHO),
  2. Wir setz­ten Pro­jek­te um z. B. im Bereich der Land­schafts­pfle­ge,
  3. Wir bie­ten Exkur­sio­nen, Erleb­nis­ta­ge und Vor­trä­ge, für Bewohner:innen und Besucher:innen des Natur­par­kes, an.

Unser Bildungsangebot

Als Natur­park bie­ten wir ein viel­fäl­ti­ges Pro­gramm für Kin­der und Jugend­li­che an:

  • Exkur­sio­nen in den geschütz­ten Natu­ra 2000 Flä­chen (Natur­park-Ent­de­cker)
  • Prak­ti­scher Arten­schutz durch den Bau von Vogel­nist­käs­ten, Insek­ten­ho­tels und Fle­der­maus – Som­mer­quar­tie­re.
  • Ein­sät­ze in der Land­schafts­pfle­ge
  • Und vie­les mehr…

Auch in der Erwach­se­nen­bil­dung sind wir aktiv. Daher füh­ren wir regel­mä­ßig Ver­an­stal­tun­gen wie Exkur­sio­nen oder Vor­trä­ge durch. The­ma­ti­siert wer­den u.a. geo­lo­gi­sche und flo­ris­ti­sche Beson­der­hei­ten des Gebie­tes.

 

Ihr habt Interesse?

Schreibt ein­fach eine Mail:
bne@naturpark-saale-unstrut.de
oder ruft unter: 034461/22086 an.

Für Grup­pen und Schul­klas­sen stel­len wir auch ger­ne ein indi­vi­du­ell gestal­te­tes Pro­gramm zusam­men.

Erholen

Erholung und nachhaltiger Tourismus

Per Rad, Boot oder zu Fuß bie­tet sich Mög­lich­keit die Gegend ken­nen­zu­ler­nen und sich ihre The­men­viel­falt zu erschlie­ßen. Das geht ganz indi­vi­du­ell oder anhand eines der vie­len Ange­bo­te in der Regi­on. Auf engem Raum fin­den sich hier ein­zig­ar­ti­ges Natur­er­le­ben, eine viel­fäl­ti­ge Kul­tur­land­schaft, Erd­ge­schich­te zum Anfas­sen und bemer­kens­wer­te Bau­ten unse­rer Vor­fah­ren. Tou­ris­mus im Geo-Natur­park bedeu­tet vor allem Orte zum Stau­nen, Genie­ßen, Durch­at­men und Erho­len.

Bil­dung. Kul­tur. Regio­na­le Wert­schöp­fung. Sanf­te tou­ris­ti­sche Erschlie­ßung des Natur­raums. Res­sour­cen­scho­nung. Kli­ma­schutz.

Vie­le wich­ti­ge Wor­te ste­hen für vie­le wich­ti­ge Zie­le und noch mehr für wich­ti­ge Auf­ga­ben. Wir unter­stüt­zen den Tou­ris­mus, so dass Besu­cher unse­re Regi­on bewusst, inten­siv und ursprüng­lich erle­ben kön­nen. Ziel ist vor allem eine intel­li­gen­te und qua­li­ta­ti­ve Besu­cher­len­kung. Schaut euch dazu auch unse­ren Bereich „Aktiv unter­wegs“ wei­ter unter auf die­ser Sei­te an.

Die Himmelsscheibe von Nebra

Die 3.600 Jah­re alte Him­mels­schei­be von Nebra ist das ältes­te Doku­ment kon­kre­ter Him­mels­er­schei­nun­gen welt­weit und gehört zum UNESCO-Doku­men­ten­er­be. 1999 ent­deckt, belegt sie das beein­dru­cken­de astro­no­mi­sche Wis­sen der Bron­ze­zeit. Heu­te ist sie im Lan­des­mu­se­um für Vor­ge­schich­te in Hal­le zu sehen. Zusam­men mit wei­te­ren Sta­tio­nen der Tou­ris­mus­rou­te „Him­mels­we­ge“ ver­mit­telt sie fas­zi­nie­ren­de Ein­bli­cke in das Leben und den Zeit­rhyth­mus unse­rer Vor­fah­ren.

Foto: Lutz Döring

Burgen, Schlösser, Dom: Erbe des Mittelalters

Die Regi­on ist geprägt von einer hohen Dich­te an mit­tel­al­ter­li­chen Bau­wer­ken wie dem Naum­bur­ger Dom, der Burg Quer­furt und der Neu­en­burg. Sie erzäh­len von der Macht bedeu­ten­der Adels­ge­schlech­ter (wie der Ludo­win­ger und Ekke­har­di­ner) und dem Ein­fluss der Kir­che. Von kai­ser­li­chen Klös­tern wie Mem­le­ben bis hin zu tech­ni­schen Meis­ter­leis­tun­gen im Was­ser­bau und Wein­bau durch die Zis­ter­zi­en­ser bleibt die Geschich­te der Regi­on in ihrer Archi­tek­tur leben­dig.

Foto: Lutz Döring

1000 Jahre Weinbaukultur

Das Wein­bau­ge­biet an Saa­le und Unstrut ist mit über 1.000 Jah­ren Tra­di­ti­on das nörd­lichs­te Qua­li­täts­wein­an­bau­ge­biet Deutsch­lands. Begüns­tigt durch ein mil­des Mikro­kli­ma wach­sen auf rund 850 Hekt­ar über 60 Reb­sor­ten. Der Wein­bau prägt nicht nur die Wirt­schaft und Lebens­art, son­dern schuf durch ter­ras­sier­te Wein­ber­ge (z. B. am Frey­bur­ger Schwei­gen­berg) und his­to­ri­sche Wein­bergs­häus­chen auch eine ein­zig­ar­ti­ge Kul­tur­land­schaft und wert­vol­le Öko­sys­te­me.

Foto: Lutz Döring

Entwickeln

Nachhaltige Regionalentwicklung

Als Natur­park sind wir gefor­dert: als Part­ner der Gemein­den, als Ideen­ge­ber für ein gemein­sa­mes Leit­bild zum Auf­bau einer Gesamt­mar­ke sowie als Unter­stüt­zer bei der regio­na­len Wert­schöp­fung.

Das kön­nen wir errei­chen durch:

  • Aus­bau und Nutz­bar­ma­chung regio­na­ler Stär­ken und Beson­der­hei­ten
  • Stär­kung der regio­na­len Iden­ti­tät, der Kul­tur und Tra­di­ti­on
  • Scho­nen­de Res­sour­cen­nut­zung
  • För­de­rung von loka­ler Ver­net­zung und regio­na­ler Zusam­men­ar­beit
  • Unter­stüt­zung und Auf­bau regio­na­ler Wert­schöp­fungs­ket­ten und Wirt­schafts­kreis­läu­fe
  • Ent­wick­lung, Ver­mark­tung und För­de­rung von Regio­nal­pro­duk­ten

Weltkulturerbe, Naumburger Dom

Seit Juli 2018 gehört der Naum­bur­ger Dom zum UNESCO-Welt­kul­tur­er­be. Er gilt als Meis­ter­werk des euro­päi­schen Hoch­mit­tel­al­ters, wobei vor allem das Ensem­ble der zwölf Stif­ter­fi­gu­ren – allen vor­an die welt­be­rühm­te Uta – von unschätz­ba­rem künst­le­ri­schem Wert ist.

Der Dom bil­det das Herz­stück einer außer­ge­wöhn­li­chen Kul­tur­land­schaft an Saa­le und Unstrut. Mit über 3.000 erhal­te­nen Zeug­nis­sen weist die Regi­on eine welt­weit ein­zig­ar­ti­ge Dich­te an authen­ti­schen mit­tel­al­ter­li­chen Monu­men­ten und Land­schafts­ele­men­ten auf.

Foto: Lutz Döring

LEADER / CLLD
Entwicklung im ländlichen Raum

LEADER/CLLD ist eine Gemein­schafts­in­itia­ti­ve der Euro­päi­schen Kom­mis­si­on für einen neu­en Ansatz zur Ent­wick­lung länd­li­cher Räu­me und för­dert inte­grier­te Ansät­ze nach dem Bot­tom-up- Prin­zip, die von aktiv täti­gen loka­len Part­ner­schaf­ten erar­bei­tet und umge­setzt wer­den. Es ermög­licht den Men­schen vor Ort regio­na­le Pro­zes­se aktiv mit­zu­ge­stal­ten, Struk­tur­schwä­chen zu mil­dern und den All­tag attrak­ti­ver zu machen.