Natur erleben


In unterschiedlichen Lebensräumen haben viele seltene Tier- und Pflanzenarten aurora-schmetterling
ihr Refugium gefunden. Der Naturliebhaber erlebt eine Pflanzen- und Tierwelt, die dem mediterranen Charakter der natürlichen Gegebenheiten entspricht. Beispiele sind verschiedene wild wachsenden Orchideen- oder zahlreiche Fledermausarten.

Im Gebiet findet man viele südlich und südöstlich verbreitete Pflanzen. Als solche die Sonnenröschen-Arten, Gamanderarten, Federgräser, zahlreiche Orchideen-Arten, darunter der Frauenschuh, die Ragwurzarten oder die Knabenkräuter zu nennen.

Die Tierwelt ist entsprechend der unterschiedlichen Vegetation reich entwickelt. Von den geschützten Säugetierarten sind Haselmaus, Siebenschläfer, Wildkatze sowie Fledermausarten (wie Großer Abendsegler, Kleine Hufeisennase und Braunes Langohr) hervorzuheben. Die Strukturierte Landschaft bietet der Vogelwelt ein vielfältiges Brutgebiet sowie geeignete Bereiche für Durchzügler und Wintergäste.
Wenigstens 189 Vogelarten konnten im Naturpark nachgewiesen werden. Aus dieser Vielzahl sollen als selten gehummel_auf_skabiosewordene Arten der Eisvogel, der Weißstorch, der Uhu und der Kolkrabe genannt werden.

Von den Kriechtieren und Lurchen sind Schlingnatter, Bergmolch und Laubfrosch erwähnenswert.
Die Insektenwelt der trockenwarmen Lagen im Naturparkgebiet zeichnet sich durch interessante Arten wie Segelfalter, Hirschkäfer sowie Pillendreher aus.

Nutzen Sie die unterschiedlichen Wanderwege als individuelle Erlebnisgrundlagen! Oder lassen Sie sich von unseren Gästeführen zu besonderen Plätzen im Geo-Naturpark führen. Die Termine erfahren Sie hier. Um am Umweltbildungsangebot teilzunehmen wenden Sie sich bitte an uns.



Schutzgebiete im Geo-Naturpark

Im Geo-Naturpark-Gebiet sind über 50 % der Fläche unter Schutz gestellt. Es gibt Landschaftsschutz-, Naturschutz- und Natura 2000-Gebiete. Teilweise überlagern sich die Schutzgebiete.

Landschaftsschutzgebiete werden zum Schutz des Landschaftsbildes eingerichtet und sind mit geringen Auflagen, beispielsweise für die Land- oder Forstwirt, verbunden.
In Naturschutzgebieten werden Lebensräume, Tiere und Pflanzen, teils auch Eigenheit und Schönheit der Natur, geschützt. Hier sind alle Handlungen die zu einer Störungen bzw. Änderungen des Schutzzweckes führen verboten.
Natura 2000 ist ein Netzwerk europäischer Schutzgebiete. Hierzu zählen FFH-Gebiete und Vogelschutzgebiete. FFH-Gebiete sind Gebiete zum Schutz von Fauna, Flora und Habitat. Fauna steht für die Tiere in einem Gebiet, Flora für die Pflanzen, Habitat für den Lebensraum einer Pflanze oder eines Tieres. Die EU-Länder verpflichten sich Tiere, Pflanzen und Lebensräume zu schützen. Es werden gezielt Maßnahmen zum Erhalt der Lebensräume, der Tiere und Pflanzen umgesetzt. In Vogelschutzgebieten werden sowohl Zug- als auch Standvögel geschützt. Vogelschutzgebiete in der Nähe sind der Zeitzer Forst und die Hohen Schrecke, letztere liegt teilweise im Geo-Naturpark.


Naturschutzgebiete (NSG) im Geo-Naturpark: 18 NSG mit einer Fläche von 3.737,04 ha
 
Landschaftsschutzgebiete (LSG) im Geo-Naturpark: 11 LSG mit einer Fläche von 54.302 ha

Flora-Fauna-Habitat-Gebiete (FFH) im Geo-Naturpark: 43 FFH-Gebiete mit einer Fläche von 9.969 ha

Schutzprojekte im Geo-Naturpark

Pflege von Trockenlebensräumentlr_verliebt

Zur Erhaltung bedeutender Trockenlebensräume im Geo-Naturpark wurden zwischen 2012 und 2015 verbuschte Flächen, die u.a. dem Lebensraumtyp naturnahe Kalktrockenrasen zuzuorden sind, gepflegt. Es erfolgten Entbuschungen, teilweise Beweidung und Nachmahd. Teil des Projektes waren auch Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung.
Wanderungen zu besonderen Trockenlebensräumen fanden in den Sommermonaten statt.
Speziell für Kinder entstand die Internetseite www.kinder-naturpark-saale-unstrut.de

Dieses Projekt setzte der Geo-Naturpark, mit Unterstützung des Landes Sachsen-Anhalt und der EU (ELER, Naturschutzrichtlinie) sowie der Hilfe der Unteren Naturschutzbehörden im Burgenland- und Saalekreis, um.

2016 konnte die Offenhaltung artenreicher Kalkmagerrasen im Hirschrodaer Graben fortgeführt werden. Die Beweidung wurde durch die Förderung der Stiftung Umwelt, Natur- und Klimaschutz des Landes Sachsen-Anhalt (SUNK), der Ingrid und Wilfried Hoppe-Stiftung Naturschutz sowie der Naturstiftung DAVID ermöglicht.

Weitere Informationen erhalten Sie in dem Projekt-Flyer (Download pdf).

Sicherung von Fledermausquartieren

Unterstützt durch die EU und das Land Sachsen-Anhalt sicherte der Geo-Naturpark die im folgenden vorgestellten Fledermausquartiere (Pumpenhaus 2011/2012, Hexenkeller 2014).

 

Pumpenhaus - ein Sommerquartier im Ziegelrodaer Forstextrem_munter_kleine_hufeisennase_im_flug

Im Ziegelrodaer Forst leben 17 der 18 hier vorkommenden Fledermausarten. Hier befindet sich ein ehemaliges Pumpenhaus, welches im Zusammenhang mit dem Kalibergbau errichtet wurde. Nun ist es als Sommerquartier bedeutend. Zur Aufzucht der Jungen sind ungestörte Hangplätze sowie nahegelegene Jagdgebiete wichtig. Diese bietet der umgebende Wald, die nahen Felder und Wiesen.
Zur Erhaltung als Sommerquartier wurde das Pumpenhaus saniert. Spaltenbewohnende Fledermausarten, wie Mopsfledermaus und Brandtfledermaus, nutzen außen angebrachte Fledermausbretter als Quartier. Die kleine Hufeisennase dagegen findet in dem gesicherten Dachraum ausreichend Platz.

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Hexenkeller - ein Winterquartier bei Freyburg

Frostsicher, feucht, mit Versteckangeboten und ohne Störungen: So können Fledermäuse den Winter optimal überstehen.
Fledermäuse nutzten die kleine Höhle zum Überwintern, wurden jedoch in ihrem Winterschlaf gestört. Zu deren Schutz wurde die Eingangstür erneuert und geeignete Hangplätze geschaffen. Davon profitiert die kleine Hufeisennase, die hier ihre nördliche Verbreitungsgrenze erreicht.

Die gesicherten Quartiere sind nun Teil des europäischen Schutzgebietsnetzwerkes Natura 2000. Der Hexenkeller liegt im FFH-Gebiet Marienberge bei Freyburg (Stadtpark). Das Pumpenhaus finden Sie am "GEO-Trail" zwischen Wangen und Querfurt im FFH-Gebiet "Ziegelrodaer Buntsandsteinplateau".


Beweidungskonzept im FFH-Gebiet "Tote Täler"

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Das FFH-Gebiet " Tote Täler" befindet sich zwischen Balgstädt, Freyburg und Naumburg und greift auch in den Vorort besser bekannten Rödel über. Das Muschelkalk-Plateau ist geprägt durch milde Winter, warme Sommer und wenige Niederschläge, sodass in Kombination mit jahrhundertelanger, menschlicher Nutzung ein besonderer Artenreichtum entstand. Nach Nutzungsaufgabe, zuletzt durch das Militär, wurde durch die Hochschule Anhalt ein Konzept zur Offenhaltung entwickelt. Seit 2009 weiden ganzjährig Konikpferde auf dem Hochplateau. Seitenhänge werden durch einen Wanderschäfer bzw. teilweise durch Ziegen offengehalten.

Zeitzer Forst - Landschaft pflegen und erleben

Der Zeitzer Forst stellt auf seinen Internetseiten die Landschaft, die Natur sowie den Naturschutz im Zeitzer Forst vor. Dieses Gebiet gehört zur Verbandsgemeinde Droyßiger-Zeitzer Forst und ist sowohl Landschaftsschutzgebiet als auch in weiten Teilen Bestandteil des Europäischen Schutzgebietssystems NATURA 2000 (FFH- und Vogelschutzgebiet).

Entdecken Sie auf einem Naturerlebnispfad Pflanzen und Tiere des Waldes, beobachten Sie die Natur bei einer Rast auf einem Picknickplatz oder informieren Sie sich in der Feldstation mit Beobachtungsturm am Spielplatz in Breitenbach über die Landschaftspflege mit Pferden und Rindern.