Fossilien

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Fossilien sind spannend.
Jeder der zufällig so etwas in die Hände bekommt und es als solches erkennt ist begeistert. Doch Fossilien sind mehr als dekorative Staubfänger. Oft versucht man mehr zu erfahren, wie das Tier oder die Pflanze in den Stein gelangt ist oder wie es womöglich zu Lebzeiten ausgesehen hat. Nichts anderes macht der Geologe, nur haben die als Paläontologen bezeichneten Wissenschaftler 250 Jahre Wissensvorsprung.
Die stofflichen Hinterlassenschaften von Pflanzen und Tieren bezeichnet man gemeinhin als Versteinerungen oder besser Fossilien. Unter besonderen Umständen bleiben einige Reste im Gestein als Abdruck oder mineralisiert erhalten. Auf diesem Bruchteil an biologischen Informationen baut das evolutionäre Denkmodel auf, vom einfachsten, einzelligen Lebewesen bis hin zu komplexen Säugetier. Dabei sind die ältesten Nachweise vielleicht über 2 Mrd. Jahre alt, doch erst vor ca. 550 Mio. Jahren entstanden komplexe Organismen.
Anhand der in Sedimenten enthaltenen Fossilien lassen sich Abfolgen erstellen. Arten entstehen und sterben wieder aus. Deren fossile Reste ermöglichen so eine Aussage zur zeitlichen Stellung: Älter als… oder jünger als… . Auf diesem Prinzip der Leitfossilen basiert die Erdgeschichtliche Einteilung der Zeit vom Kambrium bis heute.
Ist ein Gestein reich an fossilen Resten, bieten diese die Möglichkeit den damaligen Lebensraum zu rekonstruieren. Man bekommt so eine Vorstellungen über die Landschaftsform, das Klima oder das Ökosystem einer längst vergangenen Welt.