Unsere Botschafter des Naturparkes Saale-Unstrut-Triasland

Im Rahmen der Kampagne "Mein Naturpark" laden wir Menschen ein, die Natur zu entdecken, egal ob sie in einem Naturpark wohnen oder einen Naturpark in ihrer Freizeit besuchen. Auf dieser Entdeckungsreise können sie die besondere Natur und Landschaft sowie die Erlebnisangebote der Naturparke oder auch ihre Leistungen für den Schutz der Natur und die Entwicklung ihrer Region kennen lernen. Zahlreiche Persönlichkeiten unterstützen diese Kampagne als "Naturpark-Botschafter" in Deutschland. Diese Naturpark-Botschafter bringen öffentlich zum Ausdruck, warum sie ihren Naturpark unterstützen. Sie stellen gleichzeitig ihren Lieblingsort in ihrem Naturpark vor.

Die Botschafter des Naturparks "Saale-Unstrut-Triasland" :

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Martin Bertling - Bürgermeister a. D. von 1990 bis 2008 der Stadt Freyburg (Unstrut)

"Den Naturpark Saale-Unstrut-Triasland finde ich gut. Er ist meine Heimat und er ist ein Kleinod an bewahrenswerter Natur mit malerischen Weinterrassen des Unstruttales in einer einmaligen Muschelkalkregion."

Mein Lieblingsort im Naturpark

"Schöne Aussicht" an der ehemaligen Klosterkirche im Ortsteil Zscheiplitz der Stadt Freyburg.
Mein Lieblingsort im Naturpark Saale-Unstrut-Triasland ist die "Schöne Aussicht" an der ehemaligen Klosterkirche im Ortsteil Zscheiplitz der Stadt Freyburg mit dem Blick auf das Untere Unstruttal. Malerisch vor dem Betrachter liegt in einem Talkessel die Stadt Freyburg mit ihren Zwillingstürmen der Stadtkirche St. Marien und der Neuenburg mit dem mächtigen Wehrturm, im Volksmund der "Dicke Wilhelm" genannt. Dem Menschen, der hier steht, überkommt ein unbeschreiblicheshes und überwältigendes Gefühl von vollendeter Naturschönheit des Flusstales der Unstrut mit den Hängen der Terrassenweinberge, der bewaldeten Höhen, Wiesen und Felder. Der Naturpark Saale-Unstrut-Triasland hat hier ein besonderes Geschenk an Naturschönheit und inaktiver Kulturlandschaft. Ich setze mich jetzt nach meiner Pensionierung als Vorsitzender des Freyburger Heimatvereins und Mitglied des Naturparkvereins mit allen meinen Kräften und  Möglichkeiten ein, dieses einmalige Kleinod im Naturpark Saale-Unstrut-Triasland zu erhalten.



Dr. Rosemarie Säuberlich - Geschäftsführerin a. D. Naturpark "Saale-Unstrut-Triasland" np-botschafter-frdrsaeuberlich

 
"Ich bin stolz auf den Naturpark Saale-Unstrut-Triasland, dessen Gründung gleich nach der Wende am 19.12.1991 als einer der ersten in den neuen Bundesländern erfolgte und von allen 29 Bürgermeistern des Altkreises Nebra befürwortet wurde. Wir sahen darin eine einmalige Chance zur Rettung und Erhaltung der historischen Kulturlandschaft, die heute ganz vorn auf der Prioritätenliste im Antrag "Welterbe an Saale und Unstrut" steht."

Mein Lieblingsort im Naturpark
 
Der "Herzogliche Weinberg" in Freyburg ist ein Bilderbuchweinberg unterhalb der Neuenburg und wurde namensgebend vom Naturpark bereits 1991/92 zur Gestaltung eines Demonstrationsweinberges erworben. Viel Herzblut und Aufbauwillen ist in dieses Vorzeigeprojekt geflossen, dass 1000 Jahre Weinbau an Saale und Unstrut repräsentiert (Urkunde 30.11.998 für Kloster Memleben von Kaiser Otto III. in Rom unterzeichnet). Von der barocken Weinbergshütte sieht man auf der gegenüberliegenden Seite  der Unstrut eines der größten und artenreichsten Naturschutzgebiete des Naturparks, das bis 1989 als Panzerübungsgelände der Sowjetischen Streitkräfte diente und nach 1990 neu unter Schutz gestellt und gleichzeitig wesentlich vergrößert wurde.




Rudolf Wendling 

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"Ich verbinde mit dem Naturpark Saale-Unstrut-Triasland viele schöne Erinnerungen an Beobachtungen indieser so artenreichen Landschaft  und Erfolge in der
 Naturschutzarbeit. Hier habe ich erlebt, wie bei der Erkundung der Heimat Naturschutz, Geologie, Biologie und Archäologie ineinander greifen."

Mein Lieblingsort im Naturpark  

Mein Lieblingsort im Naturpark ist die "Himmelsleiter" in den Hängen über Steinbach. Man erklimmt über die Stufen der "Himmelsleiter" einen steilen Hang im Muschelkalk, bewundert dabei die bunte Vegetation in den Trockenrasenflächen und staunt oben angekommen über die herrliche Aussicht. Von der Kante des Muschelkalkplateau schaut man zurück in die Buntsandstein - Hügellandschaft.
Man erlebt die Vielgestaltigkeit und die Kontraste in dieser Landschaft am besten, wenn man seine Wanderung im Steinbachtal beginnt. Im engen Tal fließt der Steinbach in großen Mäandern durch Wiesen und urigen Hochwald. An den Südhängen gibt es noch die ursprünglichen Obstplantagen. In den Nordhängen liegen im Wald versteckt alte Steinbrüche mit guten Banken im Mittleren Buntsandstein. Man erkennt gut die durch die Finnestörung geneigten Schichten. Talabwärts führt der Weg auf die Felder. Jetzt liegt das Muschelkalkplateau vor uns und man erkennt schon die Steilhänge dieser Schichtstufenlandschaft. Der Feldweg führt an frisch geackerten Feldern vorbei, in den durch große dunkle Flecken ehemalige steinzeitliche Siedlungen markiert sind. Bei der wunderschönen romanischen Dorfkirche  - so weit entfernt vom Ort - erreichen wir die Straße nach Steinbach. In Steinbach finden wir den Schusterbergweg, laufen aufwärts und sehen schon bald in einem Hang mit spärlicher Vegetation die "Himmelsleiter". Am Anfang der Himmelsleiter erkennen wir kleine Dellen und Wälle vom ehemaligen Gipsabbau.