Projekt "Natur erleben verbindet" - Paddeltour auf der Unstrut

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Ziel des Projektes "Natur erleben verbindet" ist die verstärkte Öffnung der Naturparkangebote für Menschen aus sozial benachteiligten Schichten, Menschen mit Migrationshintergrund und Geflüchtete.

Durch das gemeinsame Naturerleben von Menschen aus verschiedenen Teilen der Bevölkerung soll der Austausch und das gegenseitige Verständnis gefördert und ein gemeinsames Engagement für Natur und Naturschutz unterstützt werden.

Das Projekt wird gefördert vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundes- ministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) und läuft bis Oktober 2018.

Schirmherr des Projekts ist Manuel Andrack. "Die Naturparke in Deutschland spiegeln die phänomenale Vielseitigkeit der Landschaftsbilder in unserer Heimat wider und sie verbinden die Menschen mit der sie umgebenden Natur. Sie sind daher nicht nur Heimat, weil man sich dort, wo man aufgewachsen ist, geborgen und heimisch fühlt, sondern weil man auch durch das Erleben der Natur - wie Buchenwälder und Heidelandschaften oder dunkle Tannen und sattgrüne Wiesen - einen Zugang zu (neuer) Heimat finden kann."

Im Geo-Naturpark Saale-Unstrut-Triasland haben 15 Personen an diesem Projekt teilnehmen können. Gefreut hat uns, dass neben den Kindern auch die Eltern der beiden Familien teilgenommen haben. Selbst der Kleinste mit seinen 2 1/2 Jahren hatte seinen Spaß, vor allem daran, das Paddel ins Wasser fallen zu lassen, um es dann wieder von uns heraus angeln zu lassen.
Getroffen haben wir uns zentral in Querfurt an deren Wohnort. Von dort ging es 8.30 Uhr per Taxi und Mitfahrgelegenheit nach Karsdorf an die Unstrut. Nach entsprechender Einweisung (Schwimmwesten, Gepäcktonne, Verhaltensweisen, Technik etc.) wurden zwei Gruppen gebildet und in eigener Regie die beiden Schlauchboote zu Wasser gelassen.
Begleitet wurden wir auf dieser Tour von einer Betreuerin der Familien und einer Lehrerin, die sich gern bereit erklärt hatte, mitzumachen und als Rettungsschwimmerin ins "Boot geholt" wurde. Flussabwärts durch die Schleuse in Tröbsdorf haben wir in Kirchscheidungen eine Pause für ein gemeinsames Picknick eingelegt. Kaffee, Kuchen, Salat, Hummus, Fladenbrot .... , lecker.
Trotz der Hitze haben wir dann mit den Kindern am Zeltplatz gekickt und entschieden zu bleiben. Das ursprüngliche Ziel Laucha haben wir somit nicht erreicht. Was auch nicht schlimm war, die wir die Zeit auch so gut vertan haben. Paddeln in großen Booten ist Teamwork und auf Dauer alles andere als leicht.
Die Kinder waren nach den fast 10 km platt! Gegen 15.00 Uhr waren wir wieder zurück, ordentlich aufgeheizt, durchgeschwitzt aber zufrieden, zu einem Essen bei den Familien eingeladen und der Frage, ob und wann man dies wieder machen könnte. Von großem Interesse während der Flussfahrt waren die Greifvögel. Bussard und Roter Milan sind für uns alltäglich. Da wir am Fluß entlang an mehreren Brutbäumen vorbeigekommen sind, war hier ständig und sehr nah, viel geboten. Selbst die Stockenten mit ihrem nicht mehr ganz kleinen Nachwuchs, waren jedes Mal ein Foto wert.

Wir hatten einen riesen Spaß zusammen!